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Am Computer lernen?

Ohne Motive und Emotionen gibt es kein Lernen!

Bildung heißt nicht Fässer füllen, sondern Flammen entzünden
französischer Prosa-Autor François Rabelais vor 500 Jahren

Mit der technischen Entwicklung wird E-Learning – also computergestütztes und multimediales Lernen – immer beliebter. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können mit modernen digitalen Lernmethoden schnell, effizient und flexibel lernen.

Die multimediale und interaktive Aufbereitung der Lerninhalte mit Bildern, Videos, Audio und Animationen spricht verschiedene Sinne gleichzeitig an. Dadurch wird das Lernen abwechslungsreicher, motivierender und nachhaltiger. So entsteht ein modernes Lernerlebnis, das Lernen mit allen Sinnen ermöglicht.

Menschen, die lieber Computer, Smartphone und das Internet nutzen als ein Buch zu lesen, können mit E-Learning – zum Beispiel durch digitale Lernspiele – Lerninhalte besser ergänzen, wiederholen und neu aufnehmen.

Entscheidend beim Lernen ist das Arbeitsgedächtnis. Informationen, die dort ankommen und als wichtig eingestuft werden, werden im Langzeitgedächtnis gespeichert – und gelten damit als gelernt.

Das Fassungsvermögen des Langzeitgedächtnisses ist praktisch unbegrenzt. Das Arbeitsgedächtnis hingegen filtert nur die Inhalte, die als relevant, interessant oder wichtig wahrgenommen werden. Deshalb ist es entscheidend, Lerninhalte attraktiv und verständlich aufzubereiten.

Vorteile von E-Learning gegenüber klassischem Präsenzunterricht

E-Learning bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem traditionellen Unterricht im Klassenzimmer:

am Computer lernen
  • wirtschaftliche Vorteile durch ein meist sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • räumliche und zeitliche Unabhängigkeit beim Lernen
  • große Mengen an Lerninhalten können schnell und effizient bereitgestellt werden
  • individuelles Lerntempo – jeder lernt in seinem eigenen Tempo
  • hohe Interaktivität, da Lernende aktiv eingebunden sind statt passiv Frontalunterricht zu folgen
  • komplexe Inhalte lassen sich durch Animationen und Simulationen besser verständlich machen
  • Lernfortschritte können individuell kontrolliert, dokumentiert und wiederholt werden
  • unterschiedliches Vorwissen wird besser berücksichtigt
  • kein Druck oder Bloßstellung bei Wissenslücken vor anderen Teilnehmern

Damit computergestütztes Lernen erfolgreich angewendet werden kann, braucht es Selbstdisziplin und Selbstlernkompetenz. Zunächst muss man lernen, mit den verschiedenen digitalen Lernformen umzugehen.

Eine direkte Erklärung durch einen Lehrer gibt es dabei nicht – das Wissen muss selbst erarbeitet werden. Das gesetzte Lernziel darf dabei nicht aus den Augen verloren werden.

Da das Lernen meist in der Freizeit stattfindet, ist es besonders wichtig, sich regelmäßig selbst zu motivieren und am Lernprozess dranzubleiben.

Welche Lerninhalte eignen sich besonders für E-Learning?

Sprachenlernprogramme gehören mit rund 37 % Marktanteil zu den beliebtesten Bereichen im E-Learning. Das ist wenig überraschend: Gerade beim Vokabellernen bietet die Interaktivität einen großen Vorteil, da keine zweite Person zum Abfragen benötigt wird.

Moderne Sprachlernsoftware ermöglicht es Lernenden, ihre individuelle Lernmethode zu finden. Anders als bei klassischen Lehrbüchern muss nicht strikt von vorne nach hinten gearbeitet werden. Stattdessen werden Inhalte flexibel und bedarfsgerecht wiederholt. Durch systematische Wiederholungsintervalle wird der Lernstoff nachhaltig im Langzeitgedächtnis verankert.

Immer wichtiger werden auch Online-Lernportale. Besonders das Sprachenlernen im Internet ist dort sehr effektiv, da der Austausch mit anderen Lernenden und der Kontakt zu Muttersprachlern meist unkompliziert möglich ist.

Sehr gut geeignet für E-Learning sind außerdem Inhalte, die direkt am Computer angewendet werden. Dazu gehören beispielsweise Software-Schulungen wie Grafikprogramme oder Office-Anwendungen (z. B. Word oder Excel). Auch das Erlernen von Programmiersprachen funktioniert mit interaktiven Kursen besonders gut, da praxisnahes Üben und direkte Anwendung im Vordergrund stehen.

Lifelong Learning

Lebenslanges Lernen, kontinuierliche Weiterbildung und zusätzliche Qualifikationen sind entscheidende Kriterien für Personalverantwortliche. Besonders privates Engagement und berufsbegleitende Weiterbildung werden in Unternehmen positiv bewertet und häufig sogar vorausgesetzt.

In einer globalisierten Welt ist der Einsatz von Fremdsprachen in vielen Arbeitsbereichen weit verbreitet. Besonders im Dienstleistungssektor muss etwa ein Drittel der Arbeitnehmer regelmäßig eine Fremdsprache anwenden.

Lernen ist oftmals einfach, weil der menschliche Geist wie ein Schwamm von erstaunlichem Aufnahmevermögen und großer Saugkraft funktioniert – jedenfalls dann, wenn seine Poren durch richtige Ausbildung und Motivation offen gehalten wurden.
Stephen Jay Gould

lernen wo und wann ich will

 

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